Betrieb "auf Amerikanisch"
Während in Deutschland immer noch der "Plattengedanke" vorherrscht, wobei auf einer mehr oder weniger großen Platte Züge in meist statischer Zusammenstellung ihre Runden drehen, liegt in den USA der Schwerpunkt oft auf realistischem Betrieb, Betriebe werden mit Gütern beliefert. Wichtiger als die Flächen- ist die Längenentwicklung der Anlage. Diese bahnt sich, oft auf zwei Etagen, ihren Weg durch das Eisenbahnzimmer von nicht selten stattlichen Ausmaßen. Dabei spielt es keine Rolle, dass man nicht die gesamte Anlage überblicken kann - Funk-Handregler machen es dem Zugpersonal möglich, den Zug über die Anlage zu verfolgen, während der Dispatcher (Fahrdienstleiter) die Anlage überwacht, manchmal von einem dem Vorbild nachgebauten Stellpult aus.
Die Betriebsstellen der Anlagen sind oft realen Vorbildern nachgebildet, manchmal (bis auf die immer notwendige Verkürzung) bis auf kleinste Details. Oft steht eine Hauptstrecke im Mittelpunkt, die mehrere Betriebstellen und abzweigende Nebenstrecken bedient. Je nach Größe der Anlage können dabei mehr als ein dutzend Züge mit ebensovielen Lokführern gleichzeitig unterwegs sein.
Für die Steuerung des Betriebs haben sich in den letzten Jahrzehnten einige Standardverfahren herausgebildet:
Die Betriebsstellen der Anlagen sind oft realen Vorbildern nachgebildet, manchmal (bis auf die immer notwendige Verkürzung) bis auf kleinste Details. Oft steht eine Hauptstrecke im Mittelpunkt, die mehrere Betriebstellen und abzweigende Nebenstrecken bedient. Je nach Größe der Anlage können dabei mehr als ein dutzend Züge mit ebensovielen Lokführern gleichzeitig unterwegs sein.
Für die Steuerung des Betriebs haben sich in den letzten Jahrzehnten einige Standardverfahren herausgebildet:
- Track Warrant Control (Zugleitbetrieb): Der Dispatcher (Fahrdienstleiter) gibt den Lokführern die Genehmigung zum Belegen von Streckenabschnitten. Dies entspricht dem heutzutage beim amerikanischen Vorbild verwendeten System auf unsignalisierten Strecken. Da ich hier auf kleine Anlagen abziele, auf denen nur wenige Loks gleichzeitig unterwegs sind, verzichte ich auf weitere Erläuterungen hierzu.
- Car Cards (Wagenkarten): Jeder Wagen besitzt eine Karte, auf der seine Eigenschaften (Typ, Nummer, etc.) beschrieben sind.
- Waybills (Frachtzettel): Hierauf wird das Ziel eines Wagens festgelegt.
- Time Table (Fahrplan) und Train Orders (Zugbefehle): Besonders bei größeren Anlagen mit mehreren Lokführern ist der Betrieb mit einem Fahrplan beliebt und sinnvoll, um mehrere Züge zu koordinieren. Auch macht es den Betrieb komplexer, weil Hauptgleise für Züge mit höherer Priorität (z.B. Personenzüge) freigemacht werden müssen. Beim Zugpersonal liegt viel Verantwortung. Dieses Verfahren wurde bis zum flächendeckenden Einsatz von Funk beim Vorbild verwendet.
Staging - Yard - Station - Spots
Wesentliche Begriffe im hier vorgestellten Betriebskonzept sind Staging (Schattenbahnhof), Yard (Rangierbahnhof), Station (Bahnhof, Betriebsstelle) und Spots (Punkte/Stellplätze).
Das Staging repräsentiert den Anschluss an die große weite Welt, oft die beiden Endpunkte der dargestellten Strecke. In der Regel wird für beide Endpunkte nur ein Schattenbahnhof verwendet. Dies spart Platz und Weichen und erleichtert den Austausch von Waggons und damit das Zusammenstellen von Zügen. Zu diesem Zweck sollte der Schattenbahnhof möglichste viele Gleise umfassen, optimal ist ein Gleis pro Zug. Tony Koester geht von der Formel 2n+1 aus, wobei n die Anzahl der Gleise ist, die man denkt nötig zu haben.
Ein Yard ist ein auf der Anlage dargesteller Rangierbahnhof. Hier werden Waggons für angegliederte Betriebsstellen und Stellplätze aus durchfahrenden Zügen ausgesetzt, und Waggons mit durch den durchfahrenden Zug bedienter Bestimmung angehängt. Ein Yard sollte ein Gleis pro zu bedienender Station haben, ein Ein- und Ausfahrgleis (arrival/departure track) zum Zerlegen und Zusammenstellen von Zügen, ein Durchfahrtsgleis und eventuell noch ein Ausweichgleis (passing siding), um Zugkreuzungen zu ermöglichen. Das Zuordnen der Waggons zu ihren Bestimmungen kann durch ein Classification Yard (Sortieranlage/Ablaufberg) erleichtert werden, welches optimalerweise ein Gleis pro möglichem Ziel hat.
Eine Station stellt einen Bahnhof dar, an dem ein Zug halten kann, um die zugehörigen Spots zu bedienen. Im einfachsten Fall besteht dieser Bahnhof aus einem Durchgangs- und einem Umfahrgleis, durch das die Lokomotive den Zug umfahren kann.
Ein Spot ist ein Stellplatz für einen Waggon. Mögliche Spots liegen bei Fabriken, Ladegleisen, Güterschuppen usw.. Die Anzahl der Spots gibt vor, wieviele Güterwaggons sinnvoll eingesetzt werden können. Ein Standardwert sind zwei Waggons pro Spot - einer am Spot selber, einer im Schattenbahnhof. Man sollte deshalb soviele Spots wie möglich auf einer Anlage einplanen, um einen abwechslungsreichen Betrieb möglich zu machen.
Ein Beispiel

Das Staging besteht aus drei Gleisen, genug für einen Zug Richtung Osten, einen Richtung Westen, und etwas Abstellplatz für nicht benötigte Waggons. Von hier aus bewegen sich die Züge zum Yard. Waggons, die die Spots beim Yard oder der Station zum Ziel haben, werden hier ausgesetzt. Waggons, die das westliche Ende der Strecke zum Yiel haben, werden an einen westwärts fahrenden Zug angehängt, und andersum.
Vom Yard aus werden die lokalen Spots bedient. Aus Waggons, die einen Spot bei der an der Nebenstrecke gelegenen Station haben, wird ein Zug gebildet. Dieser bedient die Spots an der Station, liefert dort neue Waggons ab und bringt die alten zum Yard, von wo aus sie ihre Reise zum Schattenbahnhof antreten. Das Yard ist also immer nur Zwischenpunkt, nie Endpunkt einer Reise.
Hierbei handelt es sich nur um ein vereinfachtes Beispiel. Für vernünftigen Betrieb sind mehr Spots notwendig. Auf einer solchen Anlage könnten vier Lokomotiven zum Einsatz kommen (zwei Lokomotiven für Ost- und Westrichtung auf der Hauptstrecke, eine Rangierlokomotive im Yard, eine Lok für die Nebenstrecke), die ausreichen, um einen oder zwei Lokführer zu beschäftigen.
Wesentliche Begriffe im hier vorgestellten Betriebskonzept sind Staging (Schattenbahnhof), Yard (Rangierbahnhof), Station (Bahnhof, Betriebsstelle) und Spots (Punkte/Stellplätze).
Das Staging repräsentiert den Anschluss an die große weite Welt, oft die beiden Endpunkte der dargestellten Strecke. In der Regel wird für beide Endpunkte nur ein Schattenbahnhof verwendet. Dies spart Platz und Weichen und erleichtert den Austausch von Waggons und damit das Zusammenstellen von Zügen. Zu diesem Zweck sollte der Schattenbahnhof möglichste viele Gleise umfassen, optimal ist ein Gleis pro Zug. Tony Koester geht von der Formel 2n+1 aus, wobei n die Anzahl der Gleise ist, die man denkt nötig zu haben.
Ein Yard ist ein auf der Anlage dargesteller Rangierbahnhof. Hier werden Waggons für angegliederte Betriebsstellen und Stellplätze aus durchfahrenden Zügen ausgesetzt, und Waggons mit durch den durchfahrenden Zug bedienter Bestimmung angehängt. Ein Yard sollte ein Gleis pro zu bedienender Station haben, ein Ein- und Ausfahrgleis (arrival/departure track) zum Zerlegen und Zusammenstellen von Zügen, ein Durchfahrtsgleis und eventuell noch ein Ausweichgleis (passing siding), um Zugkreuzungen zu ermöglichen. Das Zuordnen der Waggons zu ihren Bestimmungen kann durch ein Classification Yard (Sortieranlage/Ablaufberg) erleichtert werden, welches optimalerweise ein Gleis pro möglichem Ziel hat.
Eine Station stellt einen Bahnhof dar, an dem ein Zug halten kann, um die zugehörigen Spots zu bedienen. Im einfachsten Fall besteht dieser Bahnhof aus einem Durchgangs- und einem Umfahrgleis, durch das die Lokomotive den Zug umfahren kann.
Ein Spot ist ein Stellplatz für einen Waggon. Mögliche Spots liegen bei Fabriken, Ladegleisen, Güterschuppen usw.. Die Anzahl der Spots gibt vor, wieviele Güterwaggons sinnvoll eingesetzt werden können. Ein Standardwert sind zwei Waggons pro Spot - einer am Spot selber, einer im Schattenbahnhof. Man sollte deshalb soviele Spots wie möglich auf einer Anlage einplanen, um einen abwechslungsreichen Betrieb möglich zu machen.
Ein Beispiel

Das Staging besteht aus drei Gleisen, genug für einen Zug Richtung Osten, einen Richtung Westen, und etwas Abstellplatz für nicht benötigte Waggons. Von hier aus bewegen sich die Züge zum Yard. Waggons, die die Spots beim Yard oder der Station zum Ziel haben, werden hier ausgesetzt. Waggons, die das westliche Ende der Strecke zum Yiel haben, werden an einen westwärts fahrenden Zug angehängt, und andersum.
Vom Yard aus werden die lokalen Spots bedient. Aus Waggons, die einen Spot bei der an der Nebenstrecke gelegenen Station haben, wird ein Zug gebildet. Dieser bedient die Spots an der Station, liefert dort neue Waggons ab und bringt die alten zum Yard, von wo aus sie ihre Reise zum Schattenbahnhof antreten. Das Yard ist also immer nur Zwischenpunkt, nie Endpunkt einer Reise.
Hierbei handelt es sich nur um ein vereinfachtes Beispiel. Für vernünftigen Betrieb sind mehr Spots notwendig. Auf einer solchen Anlage könnten vier Lokomotiven zum Einsatz kommen (zwei Lokomotiven für Ost- und Westrichtung auf der Hauptstrecke, eine Rangierlokomotive im Yard, eine Lok für die Nebenstrecke), die ausreichen, um einen oder zwei Lokführer zu beschäftigen.
Car Cards - Waybills
Wie bereits erläutert benötigt man für jeden Wagen eine Car Card (Wagenkarte). Diese dient zur Identifikation des Wagens und hält den Frachtzettel. Die Wagenkarte sollte eine eindeutige Identifikation des Wagens ermöglichen, in der Regel eine Beschreibung des Typs und die Nummer. Weitere Vorbildinformationen wie genaue Bezeichnung, Gewicht usw. sind möglich, aber nicht notwendig. Oft wird ein Feld "leer zurück nach ..." hinzugefügt, das den Heimatbahnhof des Wagens angibt, sollte dieser einmal keinen Frachtzettel mehr haben. Für das Halten des Frachtzettels ist es sinnvoll, die Wagenkarte so zu falten, dass eine Tasche gebildet wird. Alternativ können auch Büroklammern verwendet werden. Wenn mehrere Wagen immer zusammen unterwegs sind (z.B. Ganzzüge) kann auch eine Wagenkarte für mehrere Wagen verwendet werden.
Die Waybills (Frachtzettel) geben das genaue Ziel (auch Gleis und Stelle am Gleis, z.B. Güterschuppen Tor 2) eines Wagens an. Sie symbolisieren damit die Fracht, die Angabe eines Frachttyps ist zwar nicht notwendig, haucht der Sache aber mehr Leben ein. Oft werden Frachtzettel verwendet, auf denen vier Ziele angegeben sind (zwei auf der Vorderseite, zwei auf der Rückseite), mit denen ein kompletter Umlauf eines Wagens simuliert werden kann. Ein Beispiel für einen Kesselwagen wäre: Hafen (Gleis 2), Staging, Heizölhändler, Staging. Der Wagen geht dann zuerst in den Hafen. Nach einer Wartezeit zum Betanken wird der Frachtzettel weitergedreht, der Wagen geht wieder in den Schattenbahnhof, wo der Frachtzettel zur neuen Bestimmung weitergedreht wird. Nach Absolvieren eines Umlaufs kann der Frachtzettel wiederverwendet oder durch einen neuen Zettel ausgetauscht werden. Zwischen zwei Zielen auf der sichbaren Anlage sollte immer einmal der Schattenbahnhof angefahren werden, da "Kurzstreckenverkehr" mit der Eisenbahn unrealistisch ist.
Das Erstellen der Frachtzettel ist bei einer kleinen Anlage recht einfach und sollte sich an den vorhanden Stellplätzen und Waggons orientieren. So wird ein Sägewerk Rungenwagen mit rohem Holz und gesägten Balken bedienen, ein Steinbruch leere und volle Schüttgutwagen.
Ein Lokführer muss immer alle Wagenkarten für die Wagen seines Zugs bei sich haben. Anhand dieser weiss er, wohin die Wagen müssen. Wird ein neuer Wagen in seinen Zug eingereiht, so bekommt er dessen Wagenkarte mit dem entsprechenden Frachtzettel ausgehändigt. Wird ein Wagen zugestellt, so wird die Wagenkarte beim Wagen hinterlassen. Dafür hat sich ein System mit Zettelkästen bewährt. Das Staging und das Yard sollten pro Gleis einen Zettelkasten haben. Für Bahnhöfe sind vier Zettelkästen sinnvoll:
Wagen anfordern
Eine Variation obiger Betriebsweise ist das Anfordern von Wagen durch Betriebsstellen. Benötigt eine Betriebsstelle einen Wagen für einen vorhandenen Frachtzettel, so wird die Anforderung (Wagentyp etc.) auf ein Post-It geschrieben und dieses auf den Frachtzettel geklebt. Dieser geht dann, z.B. mit einem anderen Zug, zur übergeordneten Betriebsstelle. Hat diese einen entsprechenden Wagen, wird dieser mit dem nächsten Zug zur anfragenden Betriebsstelle gebracht. Ist kein Wagen vorhanden, kommt ein weiteres Post-It für die wiederum übergeordnete Betriebsstelle hinzu.
Diese Variation fügt eine neue Ebene hinzu, denn Fahraufträge gehen nun nicht nur vom Schattenbahnhof aus, sondern auch von den Betriebsstellen auf der Anlage. Sie eignet sich damit gut für einen dezentralisierten Betrieb.
Wie bereits erläutert benötigt man für jeden Wagen eine Car Card (Wagenkarte). Diese dient zur Identifikation des Wagens und hält den Frachtzettel. Die Wagenkarte sollte eine eindeutige Identifikation des Wagens ermöglichen, in der Regel eine Beschreibung des Typs und die Nummer. Weitere Vorbildinformationen wie genaue Bezeichnung, Gewicht usw. sind möglich, aber nicht notwendig. Oft wird ein Feld "leer zurück nach ..." hinzugefügt, das den Heimatbahnhof des Wagens angibt, sollte dieser einmal keinen Frachtzettel mehr haben. Für das Halten des Frachtzettels ist es sinnvoll, die Wagenkarte so zu falten, dass eine Tasche gebildet wird. Alternativ können auch Büroklammern verwendet werden. Wenn mehrere Wagen immer zusammen unterwegs sind (z.B. Ganzzüge) kann auch eine Wagenkarte für mehrere Wagen verwendet werden.
Die Waybills (Frachtzettel) geben das genaue Ziel (auch Gleis und Stelle am Gleis, z.B. Güterschuppen Tor 2) eines Wagens an. Sie symbolisieren damit die Fracht, die Angabe eines Frachttyps ist zwar nicht notwendig, haucht der Sache aber mehr Leben ein. Oft werden Frachtzettel verwendet, auf denen vier Ziele angegeben sind (zwei auf der Vorderseite, zwei auf der Rückseite), mit denen ein kompletter Umlauf eines Wagens simuliert werden kann. Ein Beispiel für einen Kesselwagen wäre: Hafen (Gleis 2), Staging, Heizölhändler, Staging. Der Wagen geht dann zuerst in den Hafen. Nach einer Wartezeit zum Betanken wird der Frachtzettel weitergedreht, der Wagen geht wieder in den Schattenbahnhof, wo der Frachtzettel zur neuen Bestimmung weitergedreht wird. Nach Absolvieren eines Umlaufs kann der Frachtzettel wiederverwendet oder durch einen neuen Zettel ausgetauscht werden. Zwischen zwei Zielen auf der sichbaren Anlage sollte immer einmal der Schattenbahnhof angefahren werden, da "Kurzstreckenverkehr" mit der Eisenbahn unrealistisch ist.
Das Erstellen der Frachtzettel ist bei einer kleinen Anlage recht einfach und sollte sich an den vorhanden Stellplätzen und Waggons orientieren. So wird ein Sägewerk Rungenwagen mit rohem Holz und gesägten Balken bedienen, ein Steinbruch leere und volle Schüttgutwagen.
Ein Lokführer muss immer alle Wagenkarten für die Wagen seines Zugs bei sich haben. Anhand dieser weiss er, wohin die Wagen müssen. Wird ein neuer Wagen in seinen Zug eingereiht, so bekommt er dessen Wagenkarte mit dem entsprechenden Frachtzettel ausgehändigt. Wird ein Wagen zugestellt, so wird die Wagenkarte beim Wagen hinterlassen. Dafür hat sich ein System mit Zettelkästen bewährt. Das Staging und das Yard sollten pro Gleis einen Zettelkasten haben. Für Bahnhöfe sind vier Zettelkästen sinnvoll:
- Set Out (zugestellt): Hier werden die Karten von Wagen abgelegt, die ihrer Bestimmung zugestellt wurden. Nach Weiterdrehen des Frachtzettels können die Karten in den Pickup-Kasten gelegt werden, oder zum Simulieren einer Be-/Entladezeit in den Hold-Kasten.
- Off-Spot (abseits): Kann ein Wagen nicht zugestellt werden, da sein Stellplatz belegt ist, wird er an anderer Stelle abgestellt und seine Wagenkarte in den Off-Spot Kasten gelegt. Wagen die off-spot stehen haben Priorität beim Zustellen, müssen also vor Wagen die neu an den Bahnhof kommen zugestellt werden.
- Hold (warten): Um Ladezeiten zu simulieren können Wagen "on hold" gesetzt werden. Diese dürfen, wenn für Rangierarbeiten notwendig, bewegt werden, müssen am Ende der Rangierarbeiten aber wieder auf ihren alten Platz gestellt werden. Nach der Be-/Entladung kann der Frachtzettel weitergedreht und die Karte in den Pickup-Kasten gelegt werden.
- Pickup (abholen): In diesem Kasten befinden sich die Karten von Wagen, die bereit zum Abholen sind und in den nächsten Zug eingereiht werden sollten.
Wagen anfordern
Eine Variation obiger Betriebsweise ist das Anfordern von Wagen durch Betriebsstellen. Benötigt eine Betriebsstelle einen Wagen für einen vorhandenen Frachtzettel, so wird die Anforderung (Wagentyp etc.) auf ein Post-It geschrieben und dieses auf den Frachtzettel geklebt. Dieser geht dann, z.B. mit einem anderen Zug, zur übergeordneten Betriebsstelle. Hat diese einen entsprechenden Wagen, wird dieser mit dem nächsten Zug zur anfragenden Betriebsstelle gebracht. Ist kein Wagen vorhanden, kommt ein weiteres Post-It für die wiederum übergeordnete Betriebsstelle hinzu.
Diese Variation fügt eine neue Ebene hinzu, denn Fahraufträge gehen nun nicht nur vom Schattenbahnhof aus, sondern auch von den Betriebsstellen auf der Anlage. Sie eignet sich damit gut für einen dezentralisierten Betrieb.
Switchlist
Eine Switchlist (Rangierliste) listet alle Wagenbewegungen auf, die ein Zug auszuführen hat. Dazu gehören also nicht nur Wagen, die sich zu Beginn im Zug befinden, sondern auch später einzusammelnde Wagen. Als Ergänzung zum Wagenkarten- und Frachtzettelsystem erleichtert die Rangierliste es, den Überblick zu behalten. Allerdings ist bei längeren Zügen und einer größeren Anlage das Aufstellen der Rangierliste mit relativ viel Aufwand verbunden.
Es ist selbst möglich, mit einer Rangierliste das Wagenkarten- und Frachtzettelsystem komplett zu ersetzen. Dies erfordert jedoch ein neues System für das Erstellen von Fahraufträgen und die Buchhaltung (wo befindet sich welcher Wagen etc.), wozu es jedoch spezielle Software gibt. Ohne Computer ist dieses System jedoch recht unhandlich.
Eine Switchlist (Rangierliste) listet alle Wagenbewegungen auf, die ein Zug auszuführen hat. Dazu gehören also nicht nur Wagen, die sich zu Beginn im Zug befinden, sondern auch später einzusammelnde Wagen. Als Ergänzung zum Wagenkarten- und Frachtzettelsystem erleichtert die Rangierliste es, den Überblick zu behalten. Allerdings ist bei längeren Zügen und einer größeren Anlage das Aufstellen der Rangierliste mit relativ viel Aufwand verbunden.
Es ist selbst möglich, mit einer Rangierliste das Wagenkarten- und Frachtzettelsystem komplett zu ersetzen. Dies erfordert jedoch ein neues System für das Erstellen von Fahraufträgen und die Buchhaltung (wo befindet sich welcher Wagen etc.), wozu es jedoch spezielle Software gibt. Ohne Computer ist dieses System jedoch recht unhandlich.
