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Anlagenideen USA
Diese Seite listet mehrere Anlagenideen für Modelleisenbahnen mit Vorbild USA auf. Für Vorbildfotos sind die Seiten RailPictures.net und Fallen Flag Railroad Pictures sehr zu empfehlen. Topographische Karten im Maßstab 1:24.000 kann man beim US Geological Survey herunterladen. Auch Google Earth hat hochauflösende Bilder von vielen Regionen.

Appleyard, Scenic Sub, Columbia River Sub

Vorbild: Die Linie der Great Northern überquert die Cascade Mountains zwischen Wenatchee und Seattle über Stevens Pass und den Cascade Tunnel. In den 20er Jahren wurde darum südlich von Wenatchee ein Rangierbahnhof und Betriebswerk gebaut, das aufgrund der in dieser Gegend angebauten Äpfel "Appleyard" genannt wurde. Wenatchee stellte bic 1956 das östliche Ende des elektrischen Betriebs dar. Hier mussten also Lokomotiven umgespannt werden, was gleichzeitig die Versorgung der Dampflokomotiven für die Weiterfahrt Richtung Osten bedingte.
Nach dem Wechsel zur Dieseltraktion und dem Ende des elektrischen Betriebs 1956 war das Umspannen nicht mehr nötig. In Wenatchee war jedoch ein Punkt für Zugbemannungswechsel, und von hier aus wurde nachgeschoben. In den letzten Jahren wurde u.a. wegen der gesundheitlichen Belastung für die Besatzungen (Abgase im Tunnel) kaum noch nachgeschoben. Auch sind inzwischen eher leichte, schnelle Züge auf der Linie unterwegs, oder Züge werden zerlegt. Sollte doch mehr Leistung beötigt werden, wird diese entweder vorne angehängt (wenn möglich, die Grenzlast für die Kupplungen darf nicht überschritten werden) oder im Zug eingestellt. Dies wird dann mittels "distributed power" gemacht, die Nachschublokomotiven sind dann unbemannt und ferngesteuert.
Nördlich von Wenatchee zweigt die Linie Richtung Oroville von der Scenic Sub ab. Diese wird von Omak aus bedient, im Appleyard fand und findet der Austausch mit der Hauptlinie statt. Wenatchee hat selber einige Bahnkunden, darunter die Alcoa Aluminiumfabrik. Vom Appleyard aus fahren auch Locals (Übergaben) Richtung Cashmere und Quincy. Nach Westen windet sich die Strecke bewaldete Hänge empor, Richtung Osten wird der Columbia River überquert und geht es über den Trinidad Loop auf die ariden Ebenen Ost-Washingtons.

Betriebsmöglichkeiten: Der Schwerpunkt liegt auf Rangierarbeiten im Appleyard. Trennen von Zügen für die Fahrt nach Westen, Zusammenfügen nach Osten, Bedienen von lokalen Industriebetrieben, Einstellen von Wagen aus Übergaben: Obst aus Richtung Oroville und Cashmere, Kartoffelprodukte und Agrarerzeugnisse aus Quincy, Holz und Holzprodukte (z.B. Hackschnitzel) aus Richtung Oroville und Winton. Je nach modellierter Periode kann auch das An- und Abkoppeln von Nachschubloks dazugehören. Aufgrund von Bemannungswechseln halten auch durchfahrende Züge, außerdem ist Wenatchee ein Halt des "Empire Builders".

Anlagentyp und -größe:Im kleinsten Fall wird nur eine reduzierte Form des Appleyard dargestellt, dann reicht eine kleine Anlage an der Wand, wenn möglich mit einem Fiddleyard links und rechts. Nach oben gibt es keine Beschränkung - wenn Platz für eine Walk-In-Anlage vorhanden ist, kann die Scenic Sub bis Winton und die Columbia River Sub bis Quincy modelliert werden, auch die unten beschriebene Wenatchee-Oroville Sub fügt sich nahtlos an.

Maßstab: N, oder wenn extrem viel Platz vorhanden ist, H0. Meiner Meinung nach sollte vorhandener Platz eher für die Darstellung eines größeren Bereichs als für die Verwendung eines größeren Maßstabs verwendet werden.

Zeitraum: 1956-heute. Bis in die 1980er sind Nachschubloks ohne historische Zugeständnisse darstellbar. Ab den 1970ern nimmt der Anteil der Obstfracht ab und intermodaler Verkehr (Container, Trailer) zu. Auf der Hauptstrecke ist heutzutage intermodaler Verkehr mit doppelt gestapelten Containern vorherrschend, Richtung Westen werden auch komplette Flugzeugrümpfe für Boeing transportiert. Da die Strecke ausgelastet ist, wird in Wenatchee entstehender Verkehr für Seattle mit niedrigerer Priorität über Spokane, Pasco und Vancouver (also die Südroute) transportiert.

Rollmaterial: Vor 1956 waren elektrische Lokomotiven von Wenatchee aus Richtung Westen im Einsatz. Da diese im Modell schlecht erhältlich sind, empfehle ich, sich auf die Zeit nach 1956 zu konzentrieren. Bis 1970 war die Strecke im Besitz der Great Northern, deren Diesellokomotiven (frühe GPs, F-units) wären also einzusetzen. Mein Favorit sind die frühren 70er Jahre, wo auf der Hauptstrecke Material von Great Northern, Northern Pacific und Burlington Road zu sehen war, dazu die umlackierten Maschinen im Grün der Burlington Northern. Das Umlackieren erfolgte jedoch recht schnell. Die frühren 70er gestatten auch den Einsatz von modernen GPs (GP38) und SDs (SD45) neben älteren GPs und Fs, sowie Amtrak-Zügen mit Es und Fs im bunten Farbmix.
Ab Mitte bis Ende der 70er ist von einem einheitlich Cascade-grünen Farbkleid auszugehen, die F-units verschwinden. Interessant wird es wieder mit der BN-ATSF-Fusion. Die Oroville-Sub wird an die Cascade & Columbia River abgegeben, auf der Hauptlinie kann man heute von einem bunten Farbmix aller drei Heritage-Farbschemen der BNSF ausgehen, dazu Loks in BN- (Cascade Green und Enterprise Schema) und ATSF-Farben (sowohl rot/silber als auch blau/gelb). Im intermodalen Verkehr kommen die neuesten Loks zum Einsatz (MACs, Dash 9s), Vierachser werden eher vor locals im Einsatz sein.

Steuerung: Digital

Links:
Bericht über eine Flutwelle mit Bild von 1925.
Bericht über eine Explosion im Jahr 1974.
Bericht über eine Fahrt mit dem Zug von Seattle nach Ephrata.
Seite mit einem zweiteiligen Bericht über eine Zugfahrt von Seattle nach Wenatchee.
Ted's Great Northern Homepage, mit einer Anlage inspiriert durch die Strecke durch Wenatchee.

Wenatchee-Oroville Sub

Vorbild: Von Wenatchee (oben beschrieben) aus verläuft eine Eisenbahnlinie Richtung Norden. Früher verband sie die Linie der Great Northern mit Kanada. Heutzutage endet die Linie in Oroville an der kanadischen Grenze. 1996 wurde die bis dahin von der Burlington Northern betriebene Linie von RailAmerica übernommen und wird als Cascade & Columbia River Railroad betrieben.
Früher diente die Linie dem Transport von Obst, Holz, Sand, Kies und Schotter. Der Obstverkehr hat seit den 70ern stark abgenommen, Hauptkunde ist heutzutage eine Sägemühle. Aber auch Hackschnitzel, Sand und Schotter sowie Kalziumkarbonat und von Zeit zu Zeit Getreide werden transportiert. Dazu kommen Maschinen und Geräte für die Kraftwerke entlang des Columbia Rivers.
Zu Zeiten der Great Northern und Burlington Northern fuhr täglich ein Zug von Wenatchee nach Oroville und am nächsten Tag zurück. Heute sitzt das Hauptquartier der Linie in Omak. Von hier aus werden Züge Richtung Norden und Süden geschickt. Der Austausch von Wagen mit der BNSF geschieht in Wenatchee.

Betriebsmöglichkeiten: Wie oben geschrieben, liegt der Schwerpunkt auf dem Transport von Holz und Sand/Schotter. Dabei werden in erster Linie leere Waggons in Wenatchee geholt und volle dorthin gebracht. Es müssen also einerseits Industrieanschlüsse bedient werden, andererseits Waggons in Wenatchee ausgetauscht werden. Bei der Cascade & Columbia River gibt es pro Tag zwei Züge - einen von Omak nach Oroville und zurück, einen von Omak nach Wenatchee und zurück. Das Zusammenstellen der Züge geschieht im kleinen Yard von Omak. Zu GN- und BN-Zeiten gab es täglich einen Zug von Wenatchee nach Oroville und von Oroville nach Wenatchee. Bei entsprechendem Platzangebot kann das Appleyard in Wenatchee größer ausfallen, oder sogar Teile der Scenic Sub modelliert werden (siehe oben). Bei wenig Platz ist es ausreichend, das Appleyard durch einige Abstellgleise darzustellen.

Anlagentyp und -größe: Klein bis mittel, am besten an der Wand lang. Die Anlage benötigt vor allem Längenausdehnung, in der Breite wird nur wenig Platz benötigt, da keine großen Gleisanlagen vorhanden sind.

Maßstab: Je nach Vorliebe und Platzangebot N oder H0.

Zeitraum: 1900-heute.

Rollmaterial:Je nach Epoche. Bis 1950 kleine Dampflokomotiven der Great Northern. Danach Diesel, vor allem GP7 und GP9 (Great Northern, ab 1970 Burlington Northern), hauptsächlich Vierachser. Die heutige Cascade & Columbia River verwendet GP9 und GP10, die Farbschemen sind im Handel nicht erhältlich und müssten selbst lackiert werden. Die Lokomotiven fahren in Doppeltraktion "Rücken an Rücken" und müssen so an den Endpunkten nicht gedreht werden.

Steuerung: Analog oder Digital. Aufgrund ihrer Aufteilung in einen Nordteil und einen Südteil eignet sich die Anlage gut zur analogen Steuerung.

Links:
Columbia & Okanogan Railway, eine Modellumsetzung in N, mit viel Hintergrundinformationen.
Walla Walla Railway, eine in der Nähe situierte Anlage, deren Gleisplan leicht abwandelbar wäre.
Lokomotiven der Cascade & Columbia River.
Zeitungsartikel über die moderne Cascade & Columbia River mit interessanten Informationen.

Puget Sound & Pacific

Vorbild: Von Centralia aus verläuft die frühere Northern Pacific-Linie nach Elma, wo sie sich gabelt in Richtung Hoquiam und Bangor. In erster Linie wurde und wird Holz transportiert, dazu kommt Verkehr für den Marinestützpunkt Bangor. 1997 wurde die Puget Sound & Pacific Railroad ins Leben gerufen, die die Linie von BNSF übernahm. Zentrale und Yard befinden sich in Elma. Dort werden Züge Richtung Hoquiam, Bangor und Centralia zusammengestellt. In Centralia, an der Strecke zwischen Seattle und Portland, findet der Austausch mit BNSF und Union Pacific statt.

Betriebsmöglichkeiten: Vor allem Holztransport, Bedienung mehrerer Sägewerke und Papierfabriken. Dazu kommt der Transport von Chemikalien für die Papierfabriken sowie der Sonderverkehr für die US Navy. Für eine kleine Linie hat die PS&P ein relativ hohes Verkehrsaufkommen und dementsprechend viele Lokomotiven.

Anlagentyp und -größe: Mittel, mehrere Anlagentypen denkbar, z.B. ein E. Die drei Teile würden dann die Strecken Richtung Hoquiam, Bangor und Centralia beheimaten. Die Anlage bietet auch die Möglichkeit zur Darstellung von Teilen der BNSF/UP-Strecke von Seattle nach Portland.

Maßstab: N, bei viel Platz H0.

Zeitraum: Aufgrund des höheren Verkehrsaufkommens ist die Zeit ab 1999 reizvoll, auch kann hier die "moderne" Bahn dargestellt werden. Auch denkbar ist eine Kombination mit viel Hauptstrecke. Dann wäre die Zeit von 1970 bis 1977 interessant, in der Union Pacific, Burlington Northern und Milwaukee Road Zugang zu Centralia hatten. Auch gab es Anfang der 70er zwischen Seattle und Portland Passagierverkehr mit E-Units der CB&Q und Wagenmaterial von BN und GN.

Rollmaterial: Die PS&P verwendet eine Reihe GPs, die in diesem Farbschema nicht als Modell erhältlich sind und umlackiert werden müssten. Wie Fotos auf RailPictures.net zeigen, werden in letzter Zeit auch geleaste ex-SP GP38-2 verwendet, die noch ihr Southern Pacific-Lackierung ("bloody nose") tragen. Die Sägemühle in Shelton besitzt eine eigene Rangierlokomotive.

Steuerung: Bevorzugt digital, sollten größere Teile der Hauptstrecke dargestellt werden wäre hier auch ein teilweie automatisierter Betrieb vorstellbar.

Links:
Puget Sound & Pacific Railroad, eine Fanseite mit Bildern und Informationen.
Wikipedia-Artikel
. Lokomotiven.

Port Angeles - Port Townsend

Vorbild: Die Milwaukee Road baute auf der Olmpic Peninsula (Halbinsel) einen Eisenbahnlinie von 80km Länge zwischen Port Townsend und Port Angeles. Die Linie diente in erster Linie dem Transport von Holz aus den Wäldern der Halbinsel. Da keine Verbindung zum übrigen Eisenbahnnetz bestand, wurden die Waggons mit dem Schiff nach Seattle gebracht, und zwar mit Leichtern und Schleppern. Die Leichter hatten 3 Gleise mit einer totalen Kapazität von 15 Waggons. Nach dem Konkurs der Milwaukee Road wurde die Linie 1980 von der dafür ins Leben gerufenen Seattle & North Coast Railroad übernommen, die den Betrieb jedoch 1984 einstellen musste.

Betriebsmöglichkeiten: Holz, Holz, Holz, dazu ab und zu Getreide für Sequim und Lehm für Port Angeles. Link 1 hat mehr Informationen: zwei Sägemühlen bei Port Angeles, eine Ladestation und ein Futterhersteller bei Sequim, eine Papierfabrik bei Port Townsend. In Port Angeles gab es ein kleines Yard, in Port Townsend wurde die Fähre be- und entladen. Pro Tag gab es einen Zug von Port Angeles nach Port Townsend und zurück, sowie Rangierarbeiten in Port Townsend und Port Angeles.

Anlagentyp und -größe: Klein, an der Wand lang oder mit Kulisse in zwei Teile geteilt. Aufgrund der überschaubaren Größe und dem fehlenden Anschluss an die große Welt eignet sich die Anlage sehr gut als Ausstellungsstück. Auf einen Schattenbahnhof kann verzichtet werden, ein im Hafen dargestellter Leichter dient als Fiddleyard.

Maßstab: N oder H0.

Zeitraum:1950 - 1984.

Rollmaterial:Bis 1980 Diesellokomotiven der Milwaukee Road (SDs und SWs), danach Lokomotiven der Seattle & North Coast (EMD F7 und Switcher). Diese sind nicht käuflich erhältlich und müssten umlackiert werden.

Steuerung: Digital oder Analog. Aufgrund der geringen Größe eignet sich die Anlage gut für analoge Steuerung.

Links:
Milwaukee Road Coast Division, inkl. Bildern von den Fähren und einem Artikel über den Betrieb auf der Linie.
Seattle & North Coast Historical Technical Society, mit Bildern und Informationen.
Lokomotiven der Seattle & North Coast.

The Industries

Vorbild: Keines bzw. jedes. Entsprechende Industriegebiete mit Gleisanschluss gibt es überall in den USA, deshalb kann man sich frei bedienen. Für den konkreten Gleisplan gibt es viele Möglichkeiten.

Betriebsmöglichkeiten: Rangieren ist angesagt, Industrieanschlüsse müssen bedient werden. Die Betriebsmöglichkeiten hängen davon ab, für welche Industrien und deren Anzahl man sich entscheidet.

Anlagentyp und -größe: Klein, entlang der Wand. Ist mehr Platz vorhanden, kommt wahrscheinlich eines der oben genannten Vorbilder in Frage. Als Anschluss an die große Welt dient im einfachsten Fall ein Aufstellgleis, bei mehr Platz ein Fiddleyard.

Maßstab: N oder H0, je nach Platz und Vorlieben. Zeitraum: 1950-heute. Rollmaterial: Vierachsige Diesellokomomotiven der gewünschten Bahngesellschaft. Eine Lokomotive ist ausreichend. Bei der modernen Bahn werden derartige Anschlüsse vor allem durch kleine Bahngesellschaften mit älteren GP-Lokomotiven bedient.

Steuerung: Analog. Digital ist natürlich möglich, aber nicht nötig.

Links:
East Rail, eine wunderschön gestaltete Rangieranlage. Der Gleisplan wäre z.B. durch ein Umfahrgleis erweiterbar.
Micro Layouts, die großartige Seite von Carl Arendt mit vielen Ideen für kleine Anlagen.

Logging Line

Vorbild: Kein bestimmtes. Entsprechende Eisenbahnen gab es in waldreichen Gebieten überall in den USA. Sie waren das Einsatzgebiet der Getriebelokomotiven von Shay und Climax.

Betriebsmöglichkeiten: Transport von Holz aus dem Wald. Die Landschaft steht im Vordergrund, die Anlage hat eher Diorama-Charakter. Wenn wirklich abwechslungsreicher Betrieb gemacht werden soll, ist z.B. Anbindung an eine andere Bahngesellschaft mit großem Netz denkbar.

Anlagentyp und -größe: Klein bis mittel, Form je nach gewünschtem Gleisplan.

Maßstab: H0 oder 0n30.

Zeitraum: 1900-1950.

Rollmaterial: Getriebelokomotiven (von Bachmann), passende Wagen.

Steuerung: Analog, digital ist natürlich auch möglich.

Links:
Logging Railroads, eine Sammlung von Links.
Red Rocks Railroad, eine sehr schöne Anlage in 0n30.
EISENBAHN
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