Amerikanische Lokomotiven
Der Lokomotivmarkt in den USA unterscheidet sich komplett vom deutschen Markt. Der Passagierverkehr besitzt bis auf Ballungsräume eine untergeordnete Rolle. Der Güterverkehr befindet sich in der Hand mehrerer privater Gesellschaften, was auch auf dem Lokomotivmarkt Konkurrenz ermöglicht (was bis zur Öffnung des Schienennetzes in Deutschland kaum gegeben war, die Hersteller entwickelten meistens im Auftrag der DB).
Bis auf U-Bahnen und den Nordostkorridor (Boston-New York-Washington) ist praktisch das gesamte Netz nicht elektrifiziert, da dies aufgrund der großen Entfernungen zu teuer wäre. Dementsprechend beherrschen dieselelektrische Lokomotiven das amerikanische Bahngeschehen. Seit Jahrzenten kommen dabei die sogenannten "road switcher" zum Einsatz. Switcher steht für Rangierlokomotive, road für Strecke - also streckentaugliche Rangierlokomotiven?! Die ersten Streckendiesellokomotiven waren stromlinienförmig, wie z.B. die GM EMD E- und F-Serie Lokomotiven. Aufgrund der schlechten Sicht nach hinten und dem Fehlen von Rangierbühnen waren diese zweifellos sehr schönen Lokomotiven jedoch eher ungeeignet für den Güterbetrieb, der zwangsläufig mit Rangierarbeiten verbunden ist. Darum entstand der road switcher als Lokomotive die für den Streckenbetrieb geeignet ist, aber aufgrund der Bauweise mit schmalen Vorbauten und Bühnen auch fürs Rangieren geschickt ist. Die bescheidene Aerodynamik ist aufgrund der geringen Geschwindigkeiten im Güterbetrieb kein Problem. Ein europäisches Equivalent ist z.B. die Baureihe 6400 der Niederländischen Staatsbahnen.
Nach einer ziemlichen Modellvielfalt in den 50ern, 60ern und 70ern konzentrieren sich die Hersteller und Eisenbahngesellschaften heute auf einen Lokomotivtyp: Sechsachser mit 4.400 PS Leistung. Sechsachser sind beliebt, da sie aufgrund des hohen Reibungsgewichtes eine hohe Zugkraft haben. Mehr als 4.400 PS sind unnötig (es gab Lokomotiven mit 6.000 PS), da höhere Leistungen mit sechs Achsen nicht auf die Schiene gebracht werden können. Norfolk Southern verwendet selbst auf 4.000 PS gedrosselte Lokomotiven, um so den Kraftstoffverbrauch und den Verschleiss zu reduzieren. Es werden keine neuen Vierachser mehr gebaut, da noch genug Exemplare vorhanden sind, die immer wieder modernisiert teilweise schon seit 50 Jahren im Dienst sind.
Diese Seite will einen Überblick über die amerikanischen dieselelektrischen Lokomotiven verschaffen, erhebt dabei aber keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit (so fehlen im Moment z.B. noch Lokomotiven von Baldwin und Fairbanks-Morse, sowie Rangierlokomotiven). Mehr Informationen über individuelle Loktypen finden sich z.B. bei der englischsprachigen Wikipedia. Unmengen von Bildern gibt bei RailPictures.net, Railroad Picture Archives, Fallen Flags und Loco Photos.
Bis auf U-Bahnen und den Nordostkorridor (Boston-New York-Washington) ist praktisch das gesamte Netz nicht elektrifiziert, da dies aufgrund der großen Entfernungen zu teuer wäre. Dementsprechend beherrschen dieselelektrische Lokomotiven das amerikanische Bahngeschehen. Seit Jahrzenten kommen dabei die sogenannten "road switcher" zum Einsatz. Switcher steht für Rangierlokomotive, road für Strecke - also streckentaugliche Rangierlokomotiven?! Die ersten Streckendiesellokomotiven waren stromlinienförmig, wie z.B. die GM EMD E- und F-Serie Lokomotiven. Aufgrund der schlechten Sicht nach hinten und dem Fehlen von Rangierbühnen waren diese zweifellos sehr schönen Lokomotiven jedoch eher ungeeignet für den Güterbetrieb, der zwangsläufig mit Rangierarbeiten verbunden ist. Darum entstand der road switcher als Lokomotive die für den Streckenbetrieb geeignet ist, aber aufgrund der Bauweise mit schmalen Vorbauten und Bühnen auch fürs Rangieren geschickt ist. Die bescheidene Aerodynamik ist aufgrund der geringen Geschwindigkeiten im Güterbetrieb kein Problem. Ein europäisches Equivalent ist z.B. die Baureihe 6400 der Niederländischen Staatsbahnen.
Nach einer ziemlichen Modellvielfalt in den 50ern, 60ern und 70ern konzentrieren sich die Hersteller und Eisenbahngesellschaften heute auf einen Lokomotivtyp: Sechsachser mit 4.400 PS Leistung. Sechsachser sind beliebt, da sie aufgrund des hohen Reibungsgewichtes eine hohe Zugkraft haben. Mehr als 4.400 PS sind unnötig (es gab Lokomotiven mit 6.000 PS), da höhere Leistungen mit sechs Achsen nicht auf die Schiene gebracht werden können. Norfolk Southern verwendet selbst auf 4.000 PS gedrosselte Lokomotiven, um so den Kraftstoffverbrauch und den Verschleiss zu reduzieren. Es werden keine neuen Vierachser mehr gebaut, da noch genug Exemplare vorhanden sind, die immer wieder modernisiert teilweise schon seit 50 Jahren im Dienst sind.
Diese Seite will einen Überblick über die amerikanischen dieselelektrischen Lokomotiven verschaffen, erhebt dabei aber keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit (so fehlen im Moment z.B. noch Lokomotiven von Baldwin und Fairbanks-Morse, sowie Rangierlokomotiven). Mehr Informationen über individuelle Loktypen finden sich z.B. bei der englischsprachigen Wikipedia. Unmengen von Bildern gibt bei RailPictures.net, Railroad Picture Archives, Fallen Flags und Loco Photos.
Alco RS, FA, PA und Century
Alco begründete das Segment der Roadswitcher mit seiner RS-Serie. Für den Streckenbetrieb gab es die FA und PA als Gegenstück zu EMDs E und F. Die Elektrik wurde bis 1953 von GE geliefert.
1963 wurde die Century-Serie als zweite Generation eingeführt. Ursprünglich gab es die C420, C424 und C628. Dabei steht das C für Century (und nicht für dreiachsige Drehgestelle), die erste Ziffer für die Anzahl der Achsen, und die letzten beiden Ziffern für die Motorleistung. Die Reihe wurde später um die C425, C30, C415, C630 und C636 erweitert.
Obwohl Alco anfänglich eine sehr starke Marktposition hatte, verlor man mit dem Eintritt von GE in de Lokomotivmarkt zusehends Marktanteile, und stellte 1969 die Produktion ein.
Alco begründete das Segment der Roadswitcher mit seiner RS-Serie. Für den Streckenbetrieb gab es die FA und PA als Gegenstück zu EMDs E und F. Die Elektrik wurde bis 1953 von GE geliefert.
1963 wurde die Century-Serie als zweite Generation eingeführt. Ursprünglich gab es die C420, C424 und C628. Dabei steht das C für Century (und nicht für dreiachsige Drehgestelle), die erste Ziffer für die Anzahl der Achsen, und die letzten beiden Ziffern für die Motorleistung. Die Reihe wurde später um die C425, C30, C415, C630 und C636 erweitert.
Obwohl Alco anfänglich eine sehr starke Marktposition hatte, verlor man mit dem Eintritt von GE in de Lokomotivmarkt zusehends Marktanteile, und stellte 1969 die Produktion ein.
EMD E
Die E-Serie waren die Lokomotiven, mit denen die electro-motive division von General Motors das Ende des Dampfzeitalters einläutete. Die Lokomotiven waren für den Passagiereinsatz gedacht und hatten zwei Motoren. Es gab Versionen mit (A-units) und ohne Führerstand (B-units).
EMD F
Die F-Serie waren das vierachsige Gegenstück zu den E-units. Sie waren sowohl im Passagier- als auch Frachteinsatz unterwegs. Im letzteren wurden sie vor allem für große Entfernungen verwendet, da sie für den Rangierbetrieb schlecht geeignet waren. Auch hier gab es Versionen mit (A-units) und ohne Führerstand (B-units).
EMD GP
Alco begründete die Klasse des dieselelektrischen "road switchers" mit seiner RS-Serie, aber EMD baute die viel erfolgreicheren Lokomotiven: Die GP-Serie (general purpose).
EMD SD
Das sechsachsige Gegenstück zu den "geeps" ist die SD-Serie (special duty).
Die E-Serie waren die Lokomotiven, mit denen die electro-motive division von General Motors das Ende des Dampfzeitalters einläutete. Die Lokomotiven waren für den Passagiereinsatz gedacht und hatten zwei Motoren. Es gab Versionen mit (A-units) und ohne Führerstand (B-units).
EMD F
Die F-Serie waren das vierachsige Gegenstück zu den E-units. Sie waren sowohl im Passagier- als auch Frachteinsatz unterwegs. Im letzteren wurden sie vor allem für große Entfernungen verwendet, da sie für den Rangierbetrieb schlecht geeignet waren. Auch hier gab es Versionen mit (A-units) und ohne Führerstand (B-units).
EMD GP
Alco begründete die Klasse des dieselelektrischen "road switchers" mit seiner RS-Serie, aber EMD baute die viel erfolgreicheren Lokomotiven: Die GP-Serie (general purpose).
EMD SD
Das sechsachsige Gegenstück zu den "geeps" ist die SD-Serie (special duty).
GE Universal
General Electric war Alcos Lieferant für die elektrische Ausrüstung. Als Alco in die Probleme kam, entschied man bei GE, selber Lokomotiven zu bauen. Die Lokomotiven Universal-Serie sind auch als "u-boats" bekannt, da ihre Bezeichnung mit U beginnt. Die Ziffern geben die Motorleistung an, der letzte Buchstabe die Achsanzahl der Drehgestelle. Die ersten Modelle wurden 1959 gebaut, die letzten 1975.
Vierachsig gab es die U18B, U23B, U25B, U28B, U30B, U33B und U36B. Sechachsige Modelle waren die U23C, U25C, U28C, U30C, U33C, U36C und U50C. Alle Modelle erzielten deutlich geringere Stückzahlen als die vergleichbaren GP- und SD-Modelle von EMD.
GE Dash 7
Auch die "Strich Sieben" Modelle, die Nachfolger der Universal-Serie von GE, waren in vier- und sechsachsiger Ausführung erhältlich.
GE Dash 8
Bei den Nachfolgern der Dash 7 benützt GE das Dash 8 in der offiziellen Typenbezeichnung. Bei vielen Eisenbahnen werden sie aber auf die alte Weise bezeichnet (z.B. C40-8 statt Dash 8-40C)
GE Dash 9 und AC
Von der Dash 9 wurden nur noch sechsachsige Versionen produziert, die breite Kabine hat sich als Standard durchgesetzt. Die AC-Modelle entsprechen bis auf die Wechselstrommotoren im Wesentlichen der Dash 9-Serie.
GE Evolution
Aufgrund strengerer Schadstoffgrenzwerte wurde die Dash 9 und AC-Serie durch eine neue Baureihe, die Evolution-Serie, ersetzt. Bisher (Stand Mitte 2006) wurden 1.846 Exemplare bestellt.
General Electric war Alcos Lieferant für die elektrische Ausrüstung. Als Alco in die Probleme kam, entschied man bei GE, selber Lokomotiven zu bauen. Die Lokomotiven Universal-Serie sind auch als "u-boats" bekannt, da ihre Bezeichnung mit U beginnt. Die Ziffern geben die Motorleistung an, der letzte Buchstabe die Achsanzahl der Drehgestelle. Die ersten Modelle wurden 1959 gebaut, die letzten 1975.
Vierachsig gab es die U18B, U23B, U25B, U28B, U30B, U33B und U36B. Sechachsige Modelle waren die U23C, U25C, U28C, U30C, U33C, U36C und U50C. Alle Modelle erzielten deutlich geringere Stückzahlen als die vergleichbaren GP- und SD-Modelle von EMD.
GE Dash 7
Auch die "Strich Sieben" Modelle, die Nachfolger der Universal-Serie von GE, waren in vier- und sechsachsiger Ausführung erhältlich.
GE Dash 8
Bei den Nachfolgern der Dash 7 benützt GE das Dash 8 in der offiziellen Typenbezeichnung. Bei vielen Eisenbahnen werden sie aber auf die alte Weise bezeichnet (z.B. C40-8 statt Dash 8-40C)
GE Dash 9 und AC
Von der Dash 9 wurden nur noch sechsachsige Versionen produziert, die breite Kabine hat sich als Standard durchgesetzt. Die AC-Modelle entsprechen bis auf die Wechselstrommotoren im Wesentlichen der Dash 9-Serie.
GE Evolution
Aufgrund strengerer Schadstoffgrenzwerte wurde die Dash 9 und AC-Serie durch eine neue Baureihe, die Evolution-Serie, ersetzt. Bisher (Stand Mitte 2006) wurden 1.846 Exemplare bestellt.
| Typ | Bauzeit | Achsfolge | Leistung | Anmerkungen | Links |
|---|---|---|---|---|---|
| ES40DC | 2005- | Co'Co' | 4.000 PS | leistungsbegrenzte Version der ES44DC | ![]() |
| ES44DC | 2005- | Co'Co' | 4.400 PS | ![]() | |
| ES44AC | 2005- | Co'Co' | 4.400 PS | Drehstrommotoren | ![]() |
www.tplusplus.de © Tobias Wittwer, 2000-2008.

