Meine Meinung
Die Welt der H0-Eisenbahner besteht schon lange aus zwei Lagern: dem der Wechselstromfahrer (also System Märklin, mit Dreileitergleis) und dem der Gleichstromfahrer (z.B. Fleischmann, Roco, mit Zweileitergleis). Das Märklingleis bietet den Vorteil, dass ohne Zusatzelektronik Kehrschleifen gebaut werden können und dass die Stromabnahme meist zuverlässiger ist, da alle Räder für Masse benützt werden können. Zweileiter sieht realistischer aus, es gibt keine Punktkontakte und die Loks haben keinen Schleifer.
Der Streit zwischen den beiden Lagern hat sich in letzter Zeit noch verschärft. Die Wechselstromfahrer verwenden nämlich meistens das Märklin/Motorola Digitalsystem, während in der Gleichstromwelt hauptsächlich DCC verwendet wird. Ersteres ist eine Entwicklung von Märklin, dessen Funktion durch reverse engineering bekannt ist. Letzteres ist ein offenes Format. Inzwischen hat Märklin ein neues, abwärtskompatibles System namens mfx auf den Markt gebracht, das aus lizenzrechtlichen Gründen nicht von anderen Herstellern implementiert werden darf.
Soweit die Ausgangssituation. Es gibt mannigfaltige Gründe, warum sich Mitglieder der beiden Lager verbal die Köpfe einschlagen. Ich will hier meine Meinung sagen:
Der Streit zwischen den beiden Lagern hat sich in letzter Zeit noch verschärft. Die Wechselstromfahrer verwenden nämlich meistens das Märklin/Motorola Digitalsystem, während in der Gleichstromwelt hauptsächlich DCC verwendet wird. Ersteres ist eine Entwicklung von Märklin, dessen Funktion durch reverse engineering bekannt ist. Letzteres ist ein offenes Format. Inzwischen hat Märklin ein neues, abwärtskompatibles System namens mfx auf den Markt gebracht, das aus lizenzrechtlichen Gründen nicht von anderen Herstellern implementiert werden darf.
Soweit die Ausgangssituation. Es gibt mannigfaltige Gründe, warum sich Mitglieder der beiden Lager verbal die Köpfe einschlagen. Ich will hier meine Meinung sagen:
- Dreileiter bietet den Vorteil, dass man beliebige Gleisfiguren ohne extra-Schaltungen zusammenstecken kann.
- Zweileiter sieht besser aus, vor allem dann, wenn der Gleiszwischenraum ausgefüllt werden soll.
- Für Zweileiter gibt es mehr Gleise zur Auswahl, vor allem wer Wert auf schlanke Weichen legt, wird hier besser bedient.
- Die meisten Hersteller verkaufen inzwischen ihre Loks in Gleich- und Wechselstromversion. Die Auswahl für Gleichstrom dürfte aber doch etwas größ sein, auch sind Gleichstromloks oft etwas günstiger.
- Märklins "altes" Digitalsystem ist an den Grenzen seiner Leistungsfähigkeit angekommen (nur fünf Funktionen, bei Märklin nur 80 Lokadressen).
- Das DCC-Format ist offen und mir damit sympathischer, allerdings besteht bei einem offenen System immer die Gefahr des Wildwuchses.
- Märklins mfx-Format bzw. das dazugehörige Gerüst "systems" wurde unfertig auf den Markt geworfen, es gibt weder passende Booster noch die Möglichkeit zur PC-Steuerung, Fremdanbieter wird es unmöglich gemacht, hieran etwas zu ändern.
- Mit der Mobile Station bekommt man von Märklin einen sehr günstigen Fahrtregler (bei eBay unter 30 Euro inkl. Trafo) für zehn Loks, was wohl für viele Leute ausreicht.
- Wechselstrom bietet sich an für unkomplizierteren Aufbau kleinerer Anlagen.
- Wer realitätsnahes Aussehen will, sollte zu Gleichstrom greifen.
- Von der Central Station würde ich die Finger lassen, das Ding ist unfertig. mfx-Loks sind abwärtskompatibel und können daher auch im alten Format betrieben werden (mit teilweise beschränktem Funktionsumfang).
- Wer mehr braucht als Märklin/Motorola bietet sollte sich lieber DCC anschauen, es gibt übrigens genug Multiprotokoll-Zentralen, die beides können.
- Meine Wahl für Märklin hat historische Gründe. Bei einem kompletten Neueinstieg würde ich mich wahrscheinlich für Zweileiter und DCC entscheiden.
