Comics
Comics, von manchen Leuten eher belächelt, sind für mich eine der höchsten Formen
der Literatur. Ein Comic kann auf 60 Seiten die gleiche Story erzählen, wie ein Roman auf
300 Seiten. Der Zeichenstil beeinflusst das Erscheinungsbild eines Comics wesentlich mehr als der
Schreibstil des Schriftstellers ein Buch.
Die erforderlichen Fähigkeiten des Zeichners beschränken sich nicht allein auf sein zeichnerisches Talent - vielmehr muss er durch geschickte Abläufe in und zwischen den Panels für Bewegung sorgen, obwohl eine Zeichnung doch immer nur eine Momentaufnahme ist. Die Herausforderung besteht darin, aus statischen Bildern eine Art Film zu konstruieren, in dem dem Leser die Statik garnicht mehr auffällt.
Sicherlich ist das Lesen eines Comics einfacher, als das eines Romans. Und ja, die Vorstellungskraft des Lesers wird weniger gefordert, weil die Bilder ja vor ihm liegen, und nicht erst in seinem Kopf entstehen müssen. Aber genau hier liegt auch der Vorteil - viele Dinge lassen sich einfach besser erzählen und verstehen, wenn man dazu Bilder benützt (Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!).
Vielleicht sind Comics eine Abhilfe gegen die Leseunwilligkeit vieler Kinder. Denn wer Comics liest, ist eher bereit, auch mal ein "richtiges" Buch in die Hand zu nehmen - und sei es nur, um mehr über einen Sachverhalt zu erfahren, der in einem Comic erzählt wird. Sicherlich ist Asterix keine genaue Darstellung der Römerzeit, aber doch ein Einstieg in die Geschichte.
Nachfolgend präsentiere ich meine Lieblingscomics, jeweils mit ein paar weiterführenden Links zum Thema.
Die erforderlichen Fähigkeiten des Zeichners beschränken sich nicht allein auf sein zeichnerisches Talent - vielmehr muss er durch geschickte Abläufe in und zwischen den Panels für Bewegung sorgen, obwohl eine Zeichnung doch immer nur eine Momentaufnahme ist. Die Herausforderung besteht darin, aus statischen Bildern eine Art Film zu konstruieren, in dem dem Leser die Statik garnicht mehr auffällt.
Sicherlich ist das Lesen eines Comics einfacher, als das eines Romans. Und ja, die Vorstellungskraft des Lesers wird weniger gefordert, weil die Bilder ja vor ihm liegen, und nicht erst in seinem Kopf entstehen müssen. Aber genau hier liegt auch der Vorteil - viele Dinge lassen sich einfach besser erzählen und verstehen, wenn man dazu Bilder benützt (Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!).
Vielleicht sind Comics eine Abhilfe gegen die Leseunwilligkeit vieler Kinder. Denn wer Comics liest, ist eher bereit, auch mal ein "richtiges" Buch in die Hand zu nehmen - und sei es nur, um mehr über einen Sachverhalt zu erfahren, der in einem Comic erzählt wird. Sicherlich ist Asterix keine genaue Darstellung der Römerzeit, aber doch ein Einstieg in die Geschichte.
Nachfolgend präsentiere ich meine Lieblingscomics, jeweils mit ein paar weiterführenden Links zum Thema.
Spirou & Fantasio
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Die Comicserie Spirou und Fantasio beschreibt die Abenteuer der beiden Freunde Spirou (in der Uniform eines Hotelpagen unterwegs)
und Fantasio (einem Reporter). Die Serie wurde in den 40er Jahren von Andre Franquin übernommen. Nach den ersten Versuchen erschien
mit "Der Zauberer von Rummelsdorf" die erste längere Geschichte, in der mit dem Grafen Rummelsdorf auch der erste
wiederkehrende Charakter eingeführt wurde. Es folgten viele weitere - Stephanie, Zantafio, Zyklotrop und natürlich Gaston und
das Marsupilami. Die letzten beiden erhielten später ihre eigenen Comic-Serien. Ende der 60er-Jahre gab Franquin die Serie an Fournier ab, mittlerweile wird sie von Tome und Janry gezeichnet. Mit persönlich gefallen nur die Franquin-Alben, die späteren können weder von den Geschichten noch vom Zeichenstil her mithalten. Die Comics sind sehr detailiert und schön gezeichnet. Besonderes realistisch zeichnete Franquin Autos und Flugzeuge - wenn ich ein schönes Bild einer Citroen DS suche, schlage ich "Der Plan des Zyklotrop" auf. Dieses Album ist für mich auch von der Geschichte her das beste Spirou & Fantasio-Album überhaupt. Ganz besonders an Spirou & Fantasio gefällt mir der Humor. Absolutes Highlight ist da sicher das Album "Champignons für den Diktator".Wenn ich nur eine Comic-Serie auf dieser Welt lesen dürfte, es wäre Spirou und Fantasio. |
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Gaston
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Parallel zu Spirou & Fantasio begann Franquin mit der Arbeit an Gaston, um ihn später ausschliesslich zu zeichnen. Inhalt
ist der Alltag des chaotischen Assistenten Gaston im Carlsen-Verlag. Hierbei handelt es sich nicht um lange Geschichten, sondern kurze
(meist einseitige) Strips, jedoch mit wiederkehrenden Themen. Der Humor ist so chaotisch und abgedreht, dass man manchmal lachend vom
Stuhl fällt. |
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Blake & Mortimer
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Blake ist Mitglied des britischen Geheimdiensts, sein Freund Mortimer Wissenschaftler. In dieser in den 40er und 50er-Jahren
spielenden Serie dreht es sich um die Abenteuer der beiden, die nicht selten verhindern müssen, dass ein Schurke die
Weltherrschaft an sich reisst. Edgar P. Jacobs vermischte dabei Elemente von Krimi und Science Fiction, gepaart mit einem absolut
detailversessenen und realistischen Zeichenstil. Durch die ausgefeilten Stories sind die Alben für mich schon mehr Romane
als einfach nur Comics. Mein Favorit ist dabei die erste Geschichte, der zurzeit leider nicht erhältliche dreibändige
"Kampf um die Welt". Jacobs zeichnete insgesamt nur elf Alben, und liess die letzte Geschichte nach dem ersten Teil unvollendet. Glücklicherweise konnten Zeichner gefunden werden, die Jacobs Stil fortführen, so dass jetzt wieder neue Alben erscheinen. |
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Donald Duck
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Zu Donald Duck muss man sicherlich nicht viel sagen. Aber vielleicht zu seinem herausragendsten Zeichner - Carl Barks. Der machte Donald
nicht nur zum Hauptdarsteller der Disney-Comics (vorher war Mickey Mouse ja Alleinherrscher), sondern erfand dazu viele der heute nicht
mehr wegzudenkenden Charaktere, allen voran Dagobert Duck und Daniel Düsentrieb. Dazu sind seine Geschichten erste Sahne (viele
unterscheiden sich durch ihre Länge und ausgefeilte Story deutlich vom üblichen Comic Strip), und besonders die späteren
Geschichten schön gezeichnet. Das hat Barks in Deutschland zum beliebtesten Disney-Zeichner überhaupt gemacht. Dieser Erfolg liegt sicher auch an der genialen Übersetzung von Erika Fuchs. Barks kann man beruhigt auf Deutsch lesen, durch die Übersetzung ging nichts verloren, im Gegenteil. Mittlerweile sind die Geschichten gesammelt in der "Barks Library" erschienen. Unglücklicherweise hat der gute Barks aber an die 7200 Seiten Comics gezeichnet, so dass man viel Geld investieren muss, um zu einer kompletten Sammlung zu kommen. |
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Tim & Struppi
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Tim und Struppi (franz.: Tintin et Milou), gezeichnet von Herge, ist schon lange ein Klassiker. Die Alben waren Vorbild für viele
andere Comiczeichner. Sie zeichnen sich aus durch klare, detailierte und realistische Bilder sowie spannende Geschichten. Hauptdarsteller
ist der Reporter Tim, der von seinem Hund Struppi begleitet wird. Als Nebendarsteller treten Kapitän Haddock, Professor Bienlein
und viele andere wiederkehrende Charaktere auf. Tim und Struppi ist auch insofern ein wegweisender Comic, als es sich dabei um Krimi- und Abenteuergeschichten handelt, die trotz ihres ernsten Themas (z.B. Einmarsch der Japaner in China) nie den nötigen Humor vergessen. Ein Muß für jeden Comic-Fan. Interessant zu wissen ist vielleicht, dass Herge ältere Alben nochmal umgezeichnet hat, um z.B. Autos und Flugzeuge an die Zeit nach dem 2. Weltkrieg anzupassen. |
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Calvin & Hobbes
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Calvin and Hobbes, gezeichnet von Bill Watterson, ist ein relativ junger Comicstrip, der von 1985 bis Anfang 1996 in vielen Tageszeitungen
lief. Inhalt ist das Leben des sechsjährigen Chaoten Calvin, dessen bester Freund sein Stofftiger Hobbes ist. Die Strips begeistern
durch abgedrehten, aber auch tiefsinnigen Humor (Calvin und Hobbes philosophieren gerne, während ihr Wagen auf einen Abgrund zurast).
Was Watterson in einem Strip mit drei Bildern verpackt, ist wirklich erste Klasse. |
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Peanuts
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Die Peanuts sind der Klassiker unter den Comic Strips. Die Abenteuer von Charlie Brown und seinen Freunden erschienen jahrzehntelang in
allen Tageszeitungen der USA. Beliebtester Charakter ist dabei Charlie Brown's Hund Snoopy, der in die unterschiedlichsten Rollen
schlüpft - Schriftsteller, Eishockeyspieler u.v.m.. Seine beste Rolle ist die als Jagdflieger im ersten Weltkrieg, auch wenn ihm seine
Hundehütte immer wieder vom Roten Baron durchlöchert wird. |
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Asterix
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Asterix ist wahrscheinlich der bekannteste Comic in Deutschland. Für manche Comic-Fans ist dieser Mainstream-Comic deshalb vielleicht
nichts Tolles. Meine Meinung ist, dass es durchaus sehr gute Alben gibt (z.B. Asterix als Legionär, Tour de France), aber auch eher
schlechtere (z.B. die neueren Bände). Auf jeden Fall immer ein lustiger Comic, vielleicht nicht mit dem Tiefgang oder der Rafinesse
anderer Comics, aber doch gute Unterhaltung. |
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Lucky Luke
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Was für Asterix gilt, gilt auch für die Abenteuer des Cowboys Lucky Luke und seines Pferdes Jolly Jumper: weit verbreitet, mit
guten und weniger guten Alben. Als besonders lesenswert
fällt mir spontan "Stacheldraht auf der Prärie" ein, aber das ist sicher nicht der einzige gute Band. Lustig sind
besonders die Anspielungen auf die Geschichte des Wilden Westens (Billy the Kid, Calamity Jane u.v.a.), weshalb dieser Comic auch
ein bisschen Geschichte Amerikas vermittelt. | ![]() |
Links:
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Allgemeine Comic-Links
- Top 100 der Comics.
- Comic Radio Show Online-Magazin zum Thema Comics.
- XOOMIC Comic-Portal.
- Carlsen-Verlag Herausgeber unter anderem vom Spirou & Fantasio, Gaston, Tim & Struppi und Blake & Mortimer.
- Ehapa Verlag Herausgeber unter anderem der Disney-Comics, Lucky Luke und Asterix.









