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Ein schnelles Ende (1972-1974)
1971 begann General Motors, die Verdichtung und damit die Leistung abzusenken, um die Motoren für bleifreies Benzin tauglich zu machen. 1972 folgten die anderen Hersteller. Bei Ford verschwanden schon 1971 der Boss 302, Boss 429 und 428 Cobra Jet, 1972 folgte auch noch der 429 Cobra Jet. Bei Mopar wurde 1972 der 383er durch den 400er mit 255 PS ersetzt. Der 440er 6-Barrel (mit drei Doppelvergasern) hielt bis 1973 durch. Und wie erging es dem Pontiac GTO, der alles begonnen hatte? Der hatte 1973 als stärksten Motor den 455er mit 250 PS, und verkaufte sich gerade 4.806 mal.
Die Gründe für dieses schnelle Ende? Bleifreies Benzin und Bestrebungen, den Schadstoffausstoß zu senken, führten zur Senkung der Kompressionsraten und damit der Motorleistung. Dazu kamen hohe Versicherungsprämien, und 1973 auch noch die erste Ölkrise.1973 war die Corvette wieder fast alleine, und 1974 war das letzte Jahr für die meisten Muscle Cars, auch mit den schwächeren Motoren.
Und wie sieht es heute aus?

Nach vielen mageren Jahren gibt es in der allgemeinen Retro-Stimmung auch ein Revival der Muscle Cars. Ford hat einen Mustang, der sich vom Design her sehr stark an die Modelle der 60er anlehnt - allerdings auch von der Fahrwerkstechnik her. Er bietet zumindest in den USA rech viel Leistung für vertretbares Geld. Auch vom Chevrolet Camaro und vom Dodge Challenger waren Studien, die viele Anleihen bei den klassischen Modellen machen, zu sehen. Einen neuen Dodge Charger gibt es schon - allerdings als Viertürer. Bis auf den Namen und den optionellen Hemi-Motor hat er nichts mit dem Muscle Car gemein.
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