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Pony Cars
Pony Cars (die Bezeichnung "Sports Compact", also "sportlicher Kompaktwagen" benützt eigentlich niemand), haben ihren Namen von dem "Pony", das die Klasse begründete, so wie der VW Golf die Golfklasse. Am 17.4.1964 stellte Ford bei der New Yorker Weltausstellung den Mustang vor. Mehr als 22000 Stück wurden am ersten Verkaufstag verkauft. Dieses Auto, das einen phänomenalen Verkaufserfolg erzielte und die Klasse der "Pony Cars" begründete, war eine Idee von Lee Iacocca. Da der Thunderbird vom zweitürigen Sportwagen zur viertürigen Luxuslimousine angewachsen war, wollte er wieder ein kleines, sportliches Auto einführen. Es sollte jedoch viersitzig sein, um als Familienauto tauglich zu sein, und dabei möglichst günstig. Auf Basis des Falcon, mit atemberaubendem Design und nicht zuletzt durch eine ausgeklügelte Werbestrategie übertraf Iacocca's Auto den gewünschten Erfolg bei weitem und machte ihn in den ganzen USA bekannt.
Der Mustang der Baujahre 1964 1/2 bis 1966 kann nicht unbedingt als Muscle Car bezeichnet werden - erst 1967 war ein Big Block-Motor verfügbar, aber der 271 PS starke 289 cu.in. V-8 liess den relativ leichten und kleinen Mustang bei den Muscle Cars mitspielen. Dies gilt natürlich erst recht für die Shelby-Mustang GT 350 - hierbei handelt es sich nämlich mehr um Renn- als um Straßenautos. Die Autovermietung Hertz kaufte 936 Shelby-Mustang GT 350H (für Hertz) und vermietete sie für $17 pro Tag - mehr als einmal nahmen diese Autos an Rennen teil.
Plymouth brachte seinen '64er Barracuda sogar zwei Wochen vor dem Mustang heraus, aber dieses Auto konnte, was die Verkaufszahlen angeht, nie mit dem Mustang mithalten. General Motors antwortete mit dem Chevy Camaro und dem Pontiac Firebird. Beide waren ab 1967 erhältlich, als das zweite Mustang-Modell kam. Der etwas gewachsene '67er Mustang war jetzt auch mit einem Big Block-Motor erhältlich. 1967 kam auch ein neuer Barracuda, und von American Motors der AMX.
Jetzt, da jeder Hersteller sein Pony Car hatte, konnte das Leistungswettrennen beginnen. 1969 hatten Ford, Chevrolet und Plymouth Motoren mit 375 PS im Angebot - also über 100 PS mehr, als der stärkste Mustang 1964 hatte! 1970 jedoch trat der Dodge Challenger als letzter Muscle Car an, und brachte für sich und den Plymouth Barracuda den 426 Hemi mit - und machte den Dodge Challenger Hemi sowie den Plymouth Hemicuda zu den schnellsten Pony Cars überhaupt. Ebenfalls erhältlich war der 440 cu.in. Magnum (Dodge) bzw. Super Commando (Plymouth) Motor mit 375 oder 390 PS.
Der Ford Mustang jedoch entfernte sich immer mehr von seinen Wurzeln - das 1971er Modell hatte nichts mehr mit seinen Vorfahren der Jahre 1964-68 gemeinsam. Dementsprechend gingen die Verkäufe des großen und schweren Autos stark zurück. 1971 war, wie auch bei den großen Muscle Cars, das letzte Jahr, in dem die ganze Bandbreite großer und starker Motoren angeboten wurde.
Die zehn schnellsten Pony Cars


1. 1970-71 Plymouth Hemicuda/Dodge Challenger 426 (426 cu.in., 425 hp, 490 lbs./ft.)
2. 1968-70 Ford Mustang 428 Cobra Jet/Super Cobra Jet (428 cu.in., 335 hp, 440 lbs./ft.)
3. 1967-69 Chevy Camaro 396 (396 cu.in., 375 hp, 415 lbs./ft.)
4. 1969 Pontiac Firebird Ram Air IV (400 cu.in., 345 hp, 440 lbs./ft.)
5. 1969 Plymouth 'Cuda 440 (440 cu.in., 375 hp, 480 lbs./ft.)
6. 1971 Boss 351 Mustang (351 cu.in., 330 hp, 370 lbs./ft.)
7. 1973-74 Pontiac Super Duty Trans Am/Formula (455 cu.in., 310 hp, 390 lbs./ft.)
8. 1968 Pontiac Firebird Ram Air II (400 cu.in., 335 hp, 430 lbs./ft.)
9. 1968 Mercury Cougar 428 Cobra Jet (428 cu.in., 335 hp, 440 lbs./ft.)
10. 1970-71 Plymouth 'Cuda/Dodge Challenger 440 6-barrel (440 cu.in., 390 hp, 490 lbs./ft.)
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