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Trans Am 1970
Das Jahr 1970 brachte eine Reihe von Regeländerungen. Von den Fahrzeugen mussten jetzt 2500 Exemplare gebaut werden, und das Minimalgewicht wurde auf 3200 Pfund (1440 kg) angehoben. Statt zweien war jetzt nur noch ein Vierfachvergaser erlaubt, ebenso wie die Betankung nur noch durch Kannen erfolgen durfte.
Die kleine Klasse bekam ihr eigenes Rennen, und der Porsche 911 wurde als Sportwagen, nicht als Tourenwagen eingestuft. Damit kämpften in der kleinen Klasse jetzt die Alfa Romeo GTA gegen die BMW 2002 ti.

Penske übernahm die AMC Javelin. Der neue Camaro wurde von Jim Hall eingesetzt. Ebenfalls neu im Feld waren der Dodge Challenger und der von Dan Guerney eingesetzte Plymouth Cuda. Die Mustangs wurden wieder von Bud Moore eingesetzt. Auch Pontiac war mit dem Firebird wieder mit dabei, so dass insgesamt fünf Marken (und damit alle Pony Cars, die in den USA auf dem Markt waren) in der großen Klasse am Start waren.

Das erste Rennen der Saison fand in Laguna Seca statt. Der neue Dodge Challenger kam problemlos durch die technische Abnahme - bis sich der technische Kommissar mit dem Ellbogen auf dem Dach abstützte und eine Delle hinterließ. Über Nacht wurde bei einem Dodge-Händler das Dach von einem Challenger im Schauraum abgeschnitten und auf das Rennauto gesetzt. Der Sieg in Laguna Seca ging an Parnelli Jones im Mustang.

Im Lauf der Saison bekam Guerney Probleme mit Chrysler, weil ihm sehr viele Vorschriften gemacht wurden. Durch verstärkte Teile wurde das Auto sehr schwer. Also zog er sein eigenes Auto zurück (das zweite Auto fuhr mit Swede Savage weiter) und fuhr Can Am für McLaren. Nach einem letzten Rennen am Ende der Saison gab er seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport bekannt.

Tim Hall war eigentlich gar nicht scharf auf den Trans Am-Einsatz. Er entwickelte den Chaparral 2J für die kleine Can Am-Klasse, und so litten beide Programme unter der zusätzlichen Belastung.
Die Mustangs konnten so die ersten vier Rennen gewinnen. Erst beim fünften Rennen gelang Mark Donohue der erste von drei Siegen mit dem Javelin. Die Camaros kamen immerhin auf zwei Siege. Die Meisterschaft ging an Ford vor AMC. In der kleinen Klasse gewann Alfa Romeo.

Das siebte Rennen in Road America wurde zur Tragödie, weil Jerry Titus im Firebird tötlich verunglückte. Sonst war die Saison so spannend wie selten, und die Leute, die damals mit dabei waren, bezeichnen es heute als die wohl beste Rennserie aller Zeiten.

Doch so wie die Muscle Car-Verkäufe nachließen, ließ auch die Begeisterung der Werke für die Trans Am-Serie nach.
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